Mut gegen Mobbing

Mobbing an unserer Schule - nur Modethema oder Realität?

 

In den letzten Jahren gab es an unserer Schule immer wieder Fälle von Mobbing. Neben Mobbing in der Schule sind wir im Zeitalter des Internets zunehmend mit Cybermobbing konfrontiert. 

 

Folgen von Mobbing

 

  • Gefühl des Ausgeliefertseins, Angstzustände
  • Frustration, Ärger, Scham
  • Schädigung des Selbstwertgefühls
  • psychosomatische Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Essstörungen, Her-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma
  • eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
  • Leistungsabfall
  • Erhöhung des Aggressionspotentials
  • Depression
  • Suizidgefährdung bis hin zum Suizid

 

Vorbeugende Möglichkeiten

 

Um betroffene Schüler/innen besser helfen zu können und Mobbing frühzeitig zu erkennen gründete sich im Schuljahr 2012/2013 an der Mittelschule Hutthurm-Büchlberg der Arbeitskreis „Anti-Mobbing“. Mitglieder sind: Frau Andrea Evenari (Jugendsozialarbeit in Büchlberg), Frau Gudrun Vogl (Jugendsozialarbeit in Hutthurm), Frau Katrin Schwarz, Frau Birgit Klier und Frau Carina Escherich (Religionslehrerin).

 

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Im Rahmen dieses Arbeitskreises entwickelten wir ein „Anti-Mobbing-Konzept“. Dies legt eine klare und für alle Lehrkräfte verbindliche Vorgehensweise bei Mobbing fest. Außerdem wurden klassenüberreifende und Jahrgansstufen spezifische präventive Angebote sowie allgemeine Richtlinien für das frühzeitige Erkennen von Mobbing entwickelt.

 

Mobbing unter SchülerInnen:

 

  • zielt darauf ab, einen anderen absichtlich zu erniedrigen, zu demütigen und zu schikanieren
  • beinhaltet jede Form gewalttätigen Handelns
  • richtet sich kontinuierlich gegen eine bestimmte Person
  • findet wiederholt und über einen längeren Zeitraum statt
  • ist ein Gruppenphänomen
  • ist gekennzeichnet durch ein Machtgefälle
  • lässt dem Betroffenen kaum eine Möglichkeit, sich aus eigener Kraft aus dieser Situation zu befreien

 

Zu den häufigsten Formen von Mobbing gehören:

  • kränkende Bemerkungen
  • Schweigen, Ignorieren
  • ungerechtfertigte, destruktive Kritik
  • bloßstellen, lächerlich machen
  • unsachliche Beurteilungen
  • vorenthalten von Informationen
  • körperliche Angriffe
  • Beschädigung von Eigentum des Gemobbten
  • verbreiten von Gerüchten
  • Verleumdungen
  • ausgrenzen, ausschließen aus der Gemeinschaft
  • sexuelle Übergriffe
  • Erpressung

 

Warnsignale

 

…bei gemobbten Schülern in der Schule:

  • sind in der Klasse meistens allein
  • werden von den Mitschülern selten oder nie einbezogen
  • werden mit herabwürdigenden Spitznamen oder mit Schimpfwörtern belegt
  • werden provoziert und so in Konflikte verwickelt
  • werden häufig als Übeltäter beschuldigt
  • haben Schwierigkeiten sich vor der Klasse zu äußern
  • wirken unsicher, ängstlich , traurig
  • verschlechtern sich in ihren Leistungen
  • sind Außenseiter
  • suchen die Nähe der Lehrkraft
  • vermeiden es, mit den anderen in die Pause oder nach Hause zu gehen
  • werden bei Mannschaftsspielen als letzte ausgewählt
  • verlassen vorzeitig mit Begründungen wie Bauch- oder Kopfschmerzen den Unterricht
  • besuchen den Unterricht unregelmäßig/haben immer wieder Fehlzeiten/ schwänzen

 

…bei gemobbten Schülern in der Familie:

  • gehen ungern in die Schule
  • klagen vor der Schule über Appetitlosigkeit, Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit
  • schlafen schlecht, haben Albträume, nässen wieder ein
  • vermeiden, alleine zur Schule zu gehen
  • kommen verspätet aus der Schule
  • meiden Gespräche über die Schule, weichen aus, bagatellisieren, erzählen nicht, was in der Schule los ist
  • kommen mit dem Taschengeld nicht aus
  • haben kaum oder keine Freunde, kapseln sich ab
  • sind reizbar, zeigen Stimmungswechsel
  • wirken, traurig, ängstlich, deprimiert
  • erfinden wenig plausible Ausreden, verwickeln sich in Widersprüche
  • fallen die schulischen Leistungen ab
  • sind Schulsachen und Kleidungsstücke häufig beschädigt oder verschwunden
  • weisen sie häufiger Verletzungen auf

(zitiert aus: „Mit Mut gegen Mobbing“, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München)

 

Empfehlungen für betroffene Schüler und Eltern

 

Schüler:

  • Sprich mit deinen Eltern, Lehrern, JaS oder guten Freunden. Nur so kann sich deine Situation ändern!

Zuständigkeit Hutthurm: Frau Vogl, Frau Birgit Klier und Frau Karina Escherich

  Büchlberg: Frau Andrea Evenari, Frau Katrin Schwarz;

  • Bleib dem Mobber gegenüber möglichst sachlich, fordere ihn nicht heraus und beleidige ihn nicht! 
  • Führe ein Mobbingtagebuch (Dokumentation der negativen Handlungen: Wer? Was? Wo? Wann? Zeugen? Folgen? Bewertung)! 
  • Suche schützende Gruppen, v. a. in den Pausen! 
  • Versuche dich nicht „freizukaufen“!

 

Eltern:

  • Strahlen Sie gegenüber Ihrem Kind Ruhe und Zugewandtheit aus! 
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind und sprechen Sie über Schule und Freundschaften! 
  • Schaffen Sie die Möglichkeit für Ihr Kind positive Kontakte herzustellen! 
  • Vermeiden Sie Belehrungen! 
  • Fördern Sie die Stärken Ihres Kindes! 
  • Bieten Sie Ihrem Kind Schutz!  
  • Sprechen Sie uns an, erklären Sie uns die derzeitige Situation und arbeiten Sie mit uns zusammen, um Ihrem Kind zu helfen!  

        Hutthurm: Frau Vogl, Frau Birgit Klier und Frau Carina Escherich

        Büchlberg: Frau Andrea Evenari, Frau Katrin Schwarz;

 

Bei Anliegen und Fragen können sich Eltern und Schüler

jederzeit an das „Anti – Mobbing – Team“ wenden.